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Philips Airfryer HD9641/90 im Test

Marke
ModellnummerHD9641/90
Leistung1425 Watt
Produktabmessungen35,5 x 34,5 x 34,5 cm
Fassungsvermögen800 g
Geeignet für3 Personen
Bluetooth
Rotierender Rührarm
Spülmaschinenfeste und abnehmbare Teile
Timer
Auto-Off Funktion am Ende der Garzeit
Temperatureinstellung
Rezeptbuch

Inkl. Rezeptheft und App

Besonderheiten

Warmhaltefunktion und Garen mit Niedrigtemperatur;
Digitales Display und hochwertiges QuickControl Drehrad


Gesamtbewertung

85.5%

Ausstattung
89%
Verabreitung
100%
Fassungsvermögen
58%
Fritierergebnis
95%

Produkttest Philips HD9641/90

Die Philips HD9641/90 Airfryer Heißluftfritteuse ist das Nachfolgemodell der HD9230/50 Airfryer. Sie präsentiert sich noch schneller, noch stärker – aber auch noch besser? Im Test erfährst du alles über den neuen TurboStar der Avance Collection.

Verabreitung, Funktions- und Lieferumfang

Die jüngste Generation der Philips Airfryer ist sichtbar erwachsener geworden. Zuerst staune ich über die bullige Gehäuseform, fast wie ein Koffer, doch die Kapazität von 800 g Füllmenge ist unverändert. Das ebenmäßige Design ohne Rillen und Absätze wirkt hochwertig modern.

Im Griff integriert ist ein stabiler Dreh-Druckknopf für Gardauer und Temperaturwahl zwischen 40 °C und 200 °C , womit sich die Zahlen im digitalen Bedienfeld sehr schnell einstellen lassen. Bei anschließendem Knopfdruck startet das Gerät. Diese Handbewegung ist weitaus angenehmer, als die Auf- und Ab-Pfeile am Touchpad des Vorgängers durchzupiepsen. Die letzte Minute des 60-Minuten-Timers wird nun sekundenweise heruntergezählt.

Es gibt weiter vier voreingestellte Programme für die angegebene Menge Hähnchenkeulen, Fisch, gefrorene Pommes frites und Fleisch. Praktisch finde ich die Warmhaltefunktion, die dein Essen bis zu 30 Minuten lang ohne Qualitätsverlust auf Temperatur hält. Zu beiden Funktionen navigierst du ebenfalls mit dem Quick Control Drehknopf.

Die TurboStar ist 36,5 x 26,6 x 28,0 cm groß, der Vorgänger ist mit 28,7 x 31,5 x 38,4 klein. Das Gewicht der neuen HD9641/90 Heißluftfritteuse hat sich auf 5,5 Kilo reduziert: Das nenne ich frauenfreundlich, da das Gerät doch öfters bewegt werden muss. Die ältere Version bringt stolze 7 Kilo auf die Waage. 1425 Watt Leistung hat Philips beibehalten, wobei die weiterentwickelte TurboStar Heißluft-Technologie bis zu 50 % gleichmäßigeren Gar-Effekt verspricht.

Der Frittierkorb überrascht mit kompletter Überarbeitung. Jetzt können der feinmaschige Drahtboden und das Abdecknetz herausgenommen werden. Der Haltegriff wird mit einer Mechanik abgeklickt – das spart Platz in der Spülmaschine. Diese und alle übrigen Komponenten sind wie gehabt antihaftbeschichtet. Zum Lieferumfang gehört ein umfangreiches Rezeptbuch mit 200 Menüvorschlägen und wer mag, kann sich die kostenlose App mit Schritt-für-Schritt-Kochanleitungen herunterladen. Mit separat erhältlichem Grillrost, Muffinförmchen und einer Backform (z.B. für Kuchen, Gratins oder Gemüsepfannen) kannst du die Möglichkeiten des Airfryers noch erweitern.

Das Frittieren im Praxistest

Die TurboStar Technologie arbeitet mit verbesserter Zirkulation der Heißluft und direkter Wärme von oben her, sodass ohne Rütteln, Schütteln und Rühren Pommes frites und Fleisch eine appetitlich gebräunte Kruste bekommen sollen.

Gesagt – getan, 500 g TK-Pommes eingefüllt, Chicken-Nuggets darauf gelegt und nach Rezeptvorlage manuell gestartet. Bei frischen Zutaten wird etwas Öl hinzugefügt, um ein knuspriges Ergebnis zu erzeugen. Die HD9641/50 beginnt ohne Aufwärmphase den Garvorgang, was Energie- und Zeitersparnis mit sich bringt. Das Arbeitsgeräusch kommt mir leiser vor wie beim Vorgänger, was wohl auch mit dem neuen Umluftsystem zusammenhängt.

Die Geruchsentwicklung liegt dank eingebauten Luftfilter fast bei Null. Ein elektronisches Signal ertönt am Ende der Garzeit und schaltet das Gerät automatisch ab. Zusätzlich gibt es noch einen Ein-Aus-Schalter. Der spannende Moment ist gekommen: Und wirklich, die Pommes frites sehen perfekt aus und die Nuggets auch. Ich will die Hähnchensnacks auf die Teller verteilen, doch anstelle eines Stücks hängen sie alle zusammen an der Gabel. Ausgetretenes Eiweiß setzt sich in der Pfanne als braune Kruste ab, doch in der Heißluft mutiert das Protein zu Superkleber. So stellt die Industrie übrigens Formfleisch her, was aber jetzt nicht meine Absicht war. So zerstöre ich notgedrungen die Panade.

Das Auge isst zwar nicht mit, doch der Geschmack und die zarte Konsistenz des Geflügels sind ausgezeichnet. Das nächste Mal achte ich auf ausreichende Zwischenabstände.

Es ist eine Überlegung Wert, den Grilleinsatz zu bestellen, um auf zwei Ebenen getrennt zu garen. Aus Anfängerfehlern gelernt, habe ich in den kommenden Tagen Natur-Seelachsfilets auf frischen Rosmarin-Kartoffeln ausprobiert. Die zwei Portionen sind gut gelungen, doch wirklich satt wurden wir nicht. Der tiefgekühlte Fisch ist mindestens um 40 % eingelaufen, was ich allerdings dem Produzenten zuschreibe, nicht dem Airfryer.

Auf 4 frische Frühstücksbrötchen freuen wir uns jeden Morgen. Kurz anfeuchten, 3 Minuten aufbacken, fertig. Alle Programme können vor Ablauf der Garzeit gestoppt werden. Dieses Feature ist besonders in der anfänglichen Lernphase nützlich. Doch ein kleines Manko habe ich bemerkt: Beim Abwischen nach dem Gebrauch habe ich versehentlich das Gerät mit leerem Garraum wieder eingeschaltet, es begann sofort zu heizen. Da sollte Philips eine Sicherung einbauen.

Fazit

Die Philips HD9641/90 produziert mit innovativer TurboStar Heißluft-Technologie deutlich schnellere, gleichmäßigere Ergebnisse. Ein tolles Gerät für 1 – 2 Portionen. Als Neukauf absolut empfehlenswert, doch einen vorhandenen Multicooker nur deshalb auszurangieren, ist meiner Meinung nach unnötig, denn geschmacklich kann ich keinen Unterschied feststellen.


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